Aktuelles

In dieser Rubrik erhalten Sie aktuelle Informationen über das kirchliche und weltliche Leben in und um der Herz Jesu Kirche.

Krippenaussteller gesucht

Kirchenverwaltung und Krippenfreunde Kleingesee veranstalten am Christkönigswochenende (23.-24.11.19) zum wiederholten Male eine Krippenausstellung in der Filialkirche Herz Jesu in Kleingesee. Zudem findet auf dem Kirchenvorplatz wieder ein adventlicher Markt statt. Für die Krippenausstellung werden noch Krippenbauer gesucht, die ihre Weihnachtskrippen gerne den Besuchern ausstellen möchten. Wer seine Weihnachtskrippe gerne zur Besichtigung ausstellen möchte, kann sich bei Kirchenpfleger Michael Dörres 09242/1389 oder unter info@herzjesukleingesee.de anmelden.

Die Strahlkraft der Orgel ist zurück

Mit einem Festgottesdienst wurde der Abschluss der Renovierungsarbeiten an der Königin der Instrumente gefeiert

KLEINGESEE – Schon von weitem konnte man den Stolz und die Freude am Gotteshaus der Kleingeseer sehen. Kräftig flatterten die Fahnen am Kirchenvorplatz und auch im Inneren des Gotteshauses wurde alles festlich geschmückt.

Mit einem Festgottesdienst zelebriert von Pfarrer Flavian Michali wurde nach zwölfwöchiger Reinigung und Instandsetzung die Orgel zum Abschluss der Reinigung und Instandsetzung geweiht.  Erbaut im Jahre 1937 vom bereits nicht mehr existierenden Orgelbaubetrieb E. Dietmann aus Lichtenfels, umrahmte die Orgel mehr als acht Jahrzente treu und zuverlässig viele Gottesdienste und kirchliche Feiern in der Herz Jesu Kirche in Kleingesee. In den vergangenen Jahren, nicht zuletzt durch die große Innenrenovierung im Jahr 2004 wurden der Staub und Schmutz, sowie die Schäden und Mängel am historischen Instrument immer größer. Der im Untergehäuse der Orgel befindliche Schwimmerbalg wies sehr große Schäden auf, ebenso die gesamte Spiel- und Registertraktur sowie die erhaltenen Dietmannschen-Taschenventile denen sich beherzt die Kirchenstiftung Kleingesee annahm. Wie so oft stellt man sich am Anfang eines solchen Projektes die Frage ob man das Instrument renoviert oder ob man sich für ein elektronisches Instrument oder gar einen Neubau einer Orgel entscheidet. Ersteres hatte die Kirchenstiftung allerdings von Anfang an überzeugt, da zumal das Klangbild der Orgel sehr schön und die pneumatische Spiel- und Registertraktur ein eher selten gewordenes System von Orgelbauten darstellt. So war bald der Entschluss gefallen zu einer großen Reinigung und Instandsetzung der Dietmann Orgel zumal es von diesem Erbauer nur noch wenige original erhaltene Instrumente in Franken gibt.

 

Anfang des Jahres wurde mit der Oberasbacher Orgelbaufirma Friedrich ein erfahrener Restaurierungsbetrieb beauftragt, die mittlerweile 82 Jahre alte Orgel unter historischen Gesichtspunkten wieder instandzusetzen.

Viel Fleiß, Engagement, Arbeit und Einsatz waren nötig für das Gelingen des nicht gerade alltäglichen Projektes. Eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Kirchenverwaltung, Orgelbauer Dominik Friedrich und Orgelsachverständigen Herrn Professor Willinger aus Bamberg wurde schließlich zum Erfolg für die Orgel welche jetzt im frischen Glanz strahlt. „Viele Jahre haben sich Menschen in unserer Gemeinde und weit darüber hinaus für dieses Werk stark gemacht. Wie viel Zeit, Phantasie, Geld und Einsatz steckten im Projekt.“, so Kirchenpfleger Michael Dörres.

Durch beispiellose Weise seien durch unzählige Spenden, Benefizveranstaltungen, Sammlungen und Zuwendungen durch Vereinen und Firmen viele Spenden für die Generalrenovierung der Orgel zusammengekommen.

 

Mehr als die Hälfte der knapp 40.000,00 Euro welche für die Generalrenovierung der Orgel aufgebracht werden musste, kamen von Stiftungen und Institutionen auf Kreis- Bezirks- und Bundesebene.  So darf der Oberfrankenstiftung, der Zukunftsstiftung der Sparkasse Forchheim, der Bayerischen Landesstiftung, dem Bayerischen Landesamt für Schule, der Schulze Delitzsch-Stiftung, der Volksbank Forchheim sowie dem Erzbistum Bamberg für Ihre großzügigen Zuwendungen zum Renovierungsprojekt aufs äußerste gedankt werden.

 

Nach einer feierlichen Prozession zur Orgelempore wurde gleich zu Beginn des Festgottesdienstes die Dietmann-Orgel durch Pfarrer Flavian geweiht. Der Begrüßung des Geistlichen folgte ein genau festgelegtes Ritual. Nach Lesung und dem Psalm folgte das feierliche Weihegebet. Nach festlicher Inzenz mit Weihrauch und Besprengung mit Weihwasser folgte das erste Spiel der Orgel welche zusammen mit der Gemeinde das Danklied „Nun danket alle Gott“ anstimmte. Musikalisch wurde der Festgottesdienst durch den Männergesangverein Kleingesee sowie durch den Trompeter Johann Hofmann aus Regenthal feierlich umrahmt. Die Dietmann Orgel wurde vom Hauptorganisten Tobias Dörres gespielt welcher dankbar auf die renovierte Orgel blickt. „Der Klangreichtum sowie die verschiedenen Tonmischung der Orgel glänzen in einer frischen, noch nie zuvor so gut hörbaren Brillanz.“, so der Organist dankbar und voller Freude.

„In einer Zeit in der immer weniger Menschen bereit sind gerade für die Kirche oder einer Orgel zu spenden, haben wir die stolze Summe zusammenbekommen“, so Pfarrer Flavian in seiner Predigt. Die Weihe der Dietmann-Orgel welche für Pfarrer Flavian die erste in seinem Dienst als Priester war, ging ihm sehr ans Herz so der Geistliche weiter.

In den Dankworten am Ende des Gottesdienstes kam vielseitiger Dank der Kirchenstiftung Kleingesee, vorgetragen von Kirchenpfleger Michael Dörres zum Ausdruck. „Die Orgel ist mehr als ein Instrument – in der Musik drücken die Gläubigen aus, was sie im Gottesdienst bewegt, dass sie Gott feiern und verehren. Möge sich die Gemeinde durch die Klänge der Orgel aufbauen und beseelen lassen. Möge ihre Musik viele Gäste erfreuen. Möge sie noch viele Jahre den ehren, dem unser besonderer Dank gelten muss.“, so der Kirchenpfleger abschließend.

Mit dem Gruß an die Gottesmutter im Lied Maria Maienkönigin endete der feierliche Gottesdienst ehe Orgel und Trompete zum festlichen Auszug nochmals den Raum der Kirche mit Festmusik füllten. Verdienter Applaus war lange zu hören!